„Der Brand begann hinten und breitete sich rasch aus“ – so schildert die Person, die das Geschehen mit der Kamera festhielt, den Moment, in dem einer der wertvollen Erprobungswagen von Mercedes-AMG zur Ruine wurde. Ein getarnter Prototyp des überarbeiteten AMG GT ist im Süden Spaniens während einer Testfahrt komplett ausgebrannt. Aufnahmen des Instagram-Nutzers @kikisnevada_pgarage zeigen das Coupé vollständig in Flammen, während dichter Rauch in den Himmel steigt. Verletzt wurde niemand, doch das Fahrzeug ist offenbar ein Totalschaden. Mercedes-Benz hat sich zur Ursache bislang nicht öffentlich geäußert.
- Ein Facelift-Prototyp des Mercedes-AMG GT brannte in Spaniens Sierra Nevada vollständig aus.
- Das Feuer soll nach Angaben eines Augenzeugen im Heck begonnen haben.
- Es gab keine Verletzten; die Brandursache ist offiziell nicht bestätigt.
Als die Rettungskräfte eintrafen, war der AMG-Prototyp den Schilderungen zufolge bereits bis auf das Gerüst niedergebrannt. Der ursprüngliche Beitrag in den sozialen Medien behauptet, die Batterien des Hybridsystems seien für den Brand verantwortlich gewesen, und ergänzt, dass die Feuerlöscher an Bord die Flammen nicht hätten stoppen können. Wichtig dabei: Diese Erklärung ist nicht bestätigt.
Ermittler haben eine Beteiligung der Batterie nicht bestätigt – es ist damit deutlich zu früh für Schlüsse.
Die Sierra Nevada ist ein fester Anlaufpunkt für Hitzeerprobungen
Der Vorfall ereignete sich im Gebirge der Sierra Nevada, wo Autohersteller regelmäßig Tests unter Hitzebedingungen durchführen. Solche Erprobungen gehören zum festen Ablauf der Fahrzeugentwicklung: Prototypen werden gezielt extremen Temperaturen ausgesetzt, um Kühlung, Antrieb und Elektronik unter Belastung zu prüfen, lange bevor ein Modell in Serie geht. Dass ein Testwagen dabei verloren geht, ist ein teurer Rückschlag – ein solcher Prototyp steckt voller Entwicklungsarbeit von Monaten.
Debatte über Hitzetests von Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Akkus
Der Brand hat online eine Diskussion darüber ausgelöst, ob Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien in solchen Regionen getestet werden sollten. Für die Betrachter blieb immerhin ein Trost: Das umliegende Gelände fing kein Feuer, der Schaden beschränkte sich auf das Auto selbst und nicht auf Menschen oder die Umwelt.
Für den deutschen Autohersteller ist offen, ob es sich überhaupt um eine der elektrifizierten Varianten handelte. Der kommende AMG GT soll sein V8-Angebot beibehalten und weiterhin elektrifizierte Versionen anbieten, darunter Modelle mit der E-Performance-Hybridtechnik von Mercedes-AMG. Ob dieser konkrete Prototyp zu diesen Hybridmodellen zählte, ist ebenfalls unbekannt.
Was das für die Entwicklung bedeutet: Mercedes hat einen Erprobungswagen weniger zur Verfügung, und die Ingenieure dürften großes Interesse daran haben, genau zu klären, was aus dem Fahrzeug eine verkohlte Hülle machte. Solange die Ursache nicht feststeht, bleibt die einzige Gewissheit der Totalverlust des Prototyps.
Sollten Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus überhaupt unter extremen Hitzebedingungen getestet werden – oder gehört genau das zu einer seriösen Entwicklung? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung.

























