Ein Jahr nach dem Start in den USA weitet Apple seine Geräteversicherung AppleCare One erstmals auf weitere Märkte aus. Der Dienst, mit dem sich mehrere Produkte wie iPhone, Apple Watch und MacBook unter einem einzigen Vertrag absichern lassen, wird künftig auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Australien verfügbar sein. Der Starttermin ist laut Apple der 4. August dieses Jahres. Damit bündelt der Konzern die bislang einzeln abgeschlossenen AppleCare+-Verträge zu einem gemeinsamen Paket mit einem Preis und einer Laufzeit.
- AppleCare One ist ab dem 4. August in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Australien erhältlich.
- In Frankreich kostet der Dienst 20,99 Euro pro Monat für drei Geräte, jedes weitere Gerät 5,99 Euro.
- Auch bereits genutzte Geräte lassen sich absichern, sofern sie nicht älter als vier Jahre und in gutem Zustand sind.
Apple bewirbt den Dienst als einfacher und flexibler
Apple stellt bei der Einführung vor allem die Vereinfachung in den Vordergrund. „Mit AppleCare One können Kundinnen und Kunden im Vereinigten Königreich nun den bewährten Schutz von AppleCare+ auf eine Weise nutzen, die einfacher und flexibler ist als je zuvor — ein Plan, ein Preis und die Gewissheit, dass alle infrage kommenden Produkte abgedeckt werden können“, schrieb der Konzern in seinem britischen Newsroom.
Nach Angaben des Unternehmens bietet AppleCare One denselben Schutz wie AppleCare+ inklusive Diebstahl- und Verlustabsicherung. Dazu zählen laut Apple „schnelle und unbegrenzte Reparaturen bei versehentlichen Schäden, ein Akkuaustausch-Service sowie rund um die Uhr priorisierter Zugang zu Apple-Experten“. Die Diebstahl- und Verlustdeckung gilt dabei für iPhone, iPad und Apple Watch.
Preise in Frankreich und Großbritannien bereits bekannt
Konkrete Preise nennt Apple bislang für Großbritannien und Frankreich. In Großbritannien kostet der Dienst 16,99 Pфунт pro Monat für drei Geräte, jedes weitere Gerät lässt sich jederzeit für 4,99 Pfund monatlich hinzufügen. In Frankreich liegen die entsprechenden Preise laut dem Fachportal 01net.com bei 20,99 Euro sowie 5,99 Euro pro Monat. Zum Vergleich: In den USA werden 20 US-Dollar monatlich für drei Geräte und 6 US-Dollar für jedes weitere Gerät fällig.
Für deutsche Kundinnen und Kunden dürfte sich die Kostenstruktur damit an den europäischen Nachbarn orientieren; genaue Preise für Deutschland hat Apple in den vorliegenden Angaben nicht beziffert.
Auch ältere Geräte lassen sich einbeziehen
Ein Vorteil des Modells: Nicht nur fabrikneue Geräte können versichert werden. Auch bereits genutzte Produkte lassen sich einbeziehen, sofern sie höchstens vier Jahre alt sind und sich in „gutem Zustand“ befinden. Parallel zu AppleCare One erweitert Apple in Großbritannien auch die Diebstahl- und Verlustdeckung im regulären AppleCare+ auf iPad und Apple Watch. Diese Geräte reihen sich damit neben das iPhone ein, für das diese Option bereits bestand.
Ob sich das Bündel lohnt, hängt vom eigenen Gerätepark ab
Ob AppleCare One tatsächlich günstiger ist als mehrere Einzelverträge, hängt von den jeweiligen Geräten und dem gewünschten Schutzumfang ab. Das lässt sich am britischen Beispiel gut nachvollziehen: Apple rechnet vor, dass jemand, der iPhone, iPad und Apple Watch gemeinsam absichert, bis zu 11,48 Pfund pro Monat sparen könne – verglichen mit getrennten AppleCare+-Verträgen samt Diebstahl- und Verlustschutz für jedes Gerät.
Wer hingegen nur die Basisvarianten dieser Geräte ohne Diebstahl- und Verlustschutz absichert, fährt mit Einzelverträgen weiterhin günstiger.
Das bedeutet konkret: AppleCare One rechnet sich vor allem für Nutzerinnen und Nutzer mit höherwertigen Geräten oder für jene, die ohnehin einen Diebstahl- und Verlustschutz zusätzlich zur Reparaturabsicherung planen. Der Vorteil wächst zudem, sobald ein viertes oder fünftes – idealerweise teureres – Gerät hinzukommt.
In den USA erscheint das Angebot inzwischen noch attraktiver, seit die AppleCare+-Preise für Macs und iPads dort gestiegen sind. Grund dafür sind laut den Angaben höhere Gerätepreise, die je nach Modell zwischen 100 US-Dollar für ein einfaches iPad und 500 US-Dollar für ein MacBook Pro mit M5-Max-Chip liegen.
Würden Sie Ihre Apple-Geräte lieber in einem gemeinsamen Vertrag bündeln oder bleiben Sie bei Einzelversicherungen? Teilen Sie Ihre Einschätzung in den Kommentaren.

























