Der lang erwartete Neustart der »X-Men« hat nun ein Gesicht – oder vielmehr gleich mehrere. Beim jährlichen Disney-Fanevent D23 im kalifornischen Anaheim präsentierte Marvel-Chef Kevin Feige die komplette Besetzung des kommenden Mutanten-Films und nannte zugleich ein Startdatum: Am 5. Mai 2028 soll der Streifen in die Kinos kommen. Es wäre der erste eigenständige »X-Men«-Film, seit Disney im Jahr 2019 den Filmkonzern 20th Century Fox samt dessen Rechten übernommen hat – und damit der offizielle Einzug der Mutanten in das Marvel Cinematic Universe (MCU).
- Marvel stellte die neue »X-Men«-Besetzung bei der D23 in Anaheim vor.
- Der Kinostart ist für den 5. Mai 2028 angesetzt.
- Adam Driver spielt den Bösewicht Nathaniel Milbury alias Mister Sinister.
Ein junges Ensemble übernimmt die bekannten Mutanten-Rollen
Auf der Bühne holte Feige zunächst Sadie Sink zu sich, die die Rolle der Jean Grey übernimmt. Sie war bereits im jüngsten »Spider-Man: Brand New Day« als Mutantin zu sehen und bildete damit das erste Puzzlestück der neuen Riege. An ihrer Seite stehen Kit Connor als Cyclops (Scott Summers), Christopher Abbott als Professor Charles Xavier, Samara Weaving als Emma Frost, Inde Navarrette als Rogue und Maya Boyd als Storm.
Einige dieser Namen waren im Vorfeld bereits durchgesickert: dass Connor den Cyclops und Weaving die Emma Frost spielen würden, war zuvor berichtet worden. Navarrette wurde zuletzt durch den überraschenden Erfolg »Obsession« bekannt, Boyd stammt aus der Broadway-Welt, wo sie in »& Juliet« die Hauptrolle übernahm. Abbott wiederum machte sich unter anderem in der Serie »Girls« einen Namen und war bei den vergangenen Tony Awards nominiert.
Adam Driver scherzt über die Rolle des Magneto
Für einen der Höhepunkte sorgte Adam Driver. Der 42-Jährige konnte nicht persönlich erscheinen und stellte sich in einem Video den rund 12.000 Zuschauern als Bösewicht Nathaniel Milbury, besser bekannt als Mister Sinister, vor. Zunächst behauptete er scherzhaft, er werde Magneto spielen – und spielte damit auf die kursierenden Gerüchte an –, ehe er sich korrigierte. »Kevin und ich sprechen seit Jahren darüber, dass ich dem MCU beitreten könnte«, sagte Driver. Man habe nun »etwas Perfektes« gefunden. Die Rolle des Magneto ist bislang unbesetzt.
Regie führt Jake Schreier, der zuvor »Thunderbolts« inszenierte; das Drehbuch stammt von »Beef«-Schöpfer Lee Sung Jin und »The Bear«-Miterfinderin Joanna Calo.
Warum die Rückkehr der Mutanten für Marvel so bedeutsam ist
Die »X-Men« gehören zu den Grundpfeilern der Comic-Kultur. Stan Lee und Jack Kirby führten das Mutanten-Team 1963 ein, mit Professor X an der Spitze einer ersten Klasse aus Cyclops, Jean Grey, Beast, Angel und Ice Man. Auf der Leinwand prägte die von Bryan Singer inszenierte Verfilmung »X-Men« aus dem Jahr 2000 das moderne Zeitalter der Superheldenfilme und machte Hugh Jackman als Wolverine zum Star. Später übernahm eine jüngere Riege um James McAvoy und Michael Fassbender die Rollen.
Für Marvel bedeutet die Übernahme der Figuren einen strategisch wichtigen Schritt: Die »X-Men« waren die mit Abstand populärste Marke, die Fox kontrollierte, und Fans fordern seit der Fox-Übernahme einen eigenständigen Film. Zuletzt hatten einzelne Mutanten bereits das MCU betreten, etwa im Blockbuster »Deadpool & Wolverine«.
Für deutschsprachige Kinogänger heißt das: Nach dem letzten großen Fox-Auftritt in »Dark Phoenix« (2019) bekommen die Mutanten erstmals seit Jahren wieder einen zusammenhängenden Auftritt – diesmal fest verankert im MCU. Bis dahin kehren zahlreiche vertraute Gesichter im kommenden »Avengers: Doomsday« zurück, darunter Patrick Stewart als Professor X. Ein möglicher Wermutstropfen: Angesichts des noch fernen Starttermins gilt eine spätere Verschiebung des Kinodatums als nicht ausgeschlossen.
Welche der Neubesetzungen überzeugt Sie am meisten – und trauen Sie Adam Driver die Rolle des Mister Sinister zu? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.































