Hyundai zählt zu den größten Automobilherstellern der Welt und ist in Europa vor allem für erschwingliche Kompaktwagen und eine wachsende Palette an SUV bekannt. Zur Marke gehört auch die Performance-Sparte N, die etwa den scharfen i30 N hervorgebracht hat. Nun sorgt eine Design-Studie für Aufsehen: Das Fachmagazin Carscoops hat den kommenden Hyundai Elantra zu einem sportlichen Kombi umgezeichnet – einem Fahrzeug, das der Konzern selbst ausdrücklich nicht bauen will.
- Der neue Elantra (in Korea Avante, intern CN8) ist frisch vorgestellt, ein Kombi ist offiziell nicht geplant.
- Carscoops hat in einer Rendering-Studie eine Kombi-Version in N-Performance-Ausstattung entworfen.
- Als Antrieb wird ein motorsporterprobter 2,5-Liter-Turbo mit rund 330 PS (234 kW) und 422 Nm angenommen.
Wichtig vorweg: Es handelt sich um eine reine Gedankenspielerei der Redaktion, nicht um ein Serienmodell. Hyundai hat einen Kombi-Ableger des Elantra offiziell ausgeschlossen. Die Autoren argumentieren jedoch, dass die kräftigere, wuchtigere Formensprache der neuen Generation unter einem verlängerten Dach besonders gut zur Geltung käme – gerade in einer Performance-Variante.
So sähe der Sportkombi in der Design-Studie aus
An der Front übernimmt die Studie das schmale, durchgehende LED-Leuchtenband und die gestapelten Scheinwerfermodule des Serienmodells. Die N-Version erhält zusätzlich einen Wabengrill im unteren Bereich, tiefere Lufteinlässe, eine breitere Spur und einen ausgeprägten Frontsplitter mit den markentypischen roten Einlagen.
Im Profil fließt das längere Dach in stark geneigte D-Säulen, deren separate hintere Seitenfenster laut Carscoops fast an einen Dodge Magnum erinnern. Große Räder, rote Bremssättel, schwarze Spiegelkappen und betonte Seitenschweller unterstreichen den sportlichen Anspruch. Am Heck sitzen ein Spoiler mit tiefer Mittelkerbe, ein markanter Diffusor mit vier Endrohren und ein zentrales Bremslicht im F1-Stil.
Innen orientiert sich die Studie am Serien-Elantra, ergänzt um sportliche Akzente: das große 14,6-Zoll-Infotainmentsystem Pleos Connect mit Over-the-Air-Updates, kabellosem Apple CarPlay und Android Auto sowie Smartphone-Ladefunktion. Dazu kommen stark konturierte Sportsitze in Alcantara und Leder, ein unten abgeflachtes Lenkrad mit roten Kontrastnähten und N-Tasten sowie Alu-Pedale.
Ein motorsporterprobter Turbo als angenommene Basis
Technisch würde der fiktive Kombi auf einer weiterentwickelten Version von Hyundais K3-Plattform der dritten Generation aufbauen, verstärkt für mehr Verwindungssteifigkeit. Dazu kämen eine überarbeitete Lenkung, ein Sperrdifferenzial an der Vorderachse, straffere Lager und größere Bremsen.
Unter der Haube soll laut Studie Hyundais neuer, motorsporterprobter 2,5-Liter-Turbo-Vierzylinder den bisherigen 2,0-Liter ablösen. Erwartet werden rund 330 PS (234 kW) und 422 Nm (311 lb-ft). Ein Allradantrieb gilt als unwahrscheinlich; die Kraft würde über ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder gehen.
Warum das Thema für europäische Fans reizvoll ist
Für deutschsprachige Leser ist die Idee deshalb interessant, weil der schnelle Kombi hierzulande eine feste Fangemeinde hat – anders als in Nordamerika, wo Kombis kaum noch verkauft werden. Der Elantra selbst ist in Europa ohnehin nicht das prägende Modell; die Studie bleibt damit ein reines Wunschbild.
Die wenigen tatsächlich verfügbaren sportlichen Kompaktkombis kommen laut Carscoops derzeit alle aus dem VW-Konzern: der Golf R Variant, der Skoda Octavia RS Kombi und der Cupra Leon VZ Sportstourer. Ein Elantra N Kombi würde also in eine sehr kleine Nische stoßen.
Weiter oben in der Klasse fällt der Vergleich für Hyundai schmeichelhaft aus: Wer sich einen Audi RS6 Avant oder einen BMW M5 Touring nicht leisten kann, bekäme hier – so das Argument – ein ähnliches Fahrgefühl für weniger als ein Drittel des Geldes und mit der halben Zylinderzahl.
Bewertend heißt das: Selbst wenn die Studie einen realen Markt beschreibt, bleibt die Käuferbasis klein – ein Grund, warum Hersteller solche Nischenkombis meist scheuen. Ob Hyundai seine Haltung ändert, ist offen; aktuell spricht alles dagegen.
Würde ein sportlicher Elantra N mit langem Dach in Ihre Garage passen – oder haben schnelle Kombis in Zeiten der SUV-Dominanz keine Zukunft mehr? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare.































