Für Millionen Fans im deutschsprachigen Raum gehört »Game of Thrones« zu den prägenden Fernsehereignissen der vergangenen Jahre – und der Mann hinter dieser Welt hat sich nun mit einer sehr persönlichen Botschaft zu Wort gemeldet. George R. R. Martin, 77, Autor der Romanreihe »Das Lied von Eis und Feuer« und Mitschöpfer von »House of the Dragon«, hat in seinem ersten selbst verfassten Blogbeitrag seit rund sechs Monaten öffentlich gemacht, dass er in diesem Jahr mit Traurigkeit und Depressionen gekämpft hat. Es sei ein »gelinde gesagt stressiges« Jahr gewesen, so Martin, in dem sich Großartiges und Albträume vermischt hätten.
- Martin, 77, berichtet in einem Blogbeitrag von Depressionen und einem belastenden Jahr.
- »Das Schlimmste steht mir vielleicht noch bevor«, schreibt der Autor.
- Wie es ihm derzeit gesundheitlich geht, ließ er offen.
»Es sind so viele Dinge passiert, es war überwältigend. Einige großartige Dinge. Träume, die wahr geworden sind. Aber es gab auch Albträume. Ich habe Freunde verloren. Habe mit Traurigkeit und Depressionen gekämpft«, schrieb Martin. »Das Schlimmste steht mir vielleicht noch bevor. Ich bin im September 77 geworden, und ich sage Ihnen, alt werden macht keinen Spaß. Aber es gab auch wundervolle Zeiten.«
Wie es dem Autor derzeit geht, blieb in dem Beitrag offen.
Ein Autor, dessen Welt weit über die Bücher hinausreicht
Martins Romanreihe »Das Lied von Eis und Feuer« wurde von HBO unter dem Titel »Game of Thrones« adaptiert und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Serien der Fernsehgeschichte. Für ein Publikum, das die Serie über Jahre verfolgt hat, ist Martin damit weit mehr als ein Buchautor – er ist das kreative Zentrum eines ganzen Erzähluniversums, das inzwischen mehrere Serien und Bühnenprojekte umfasst.
Trotz der persönlichen Belastung nannte Martin auch berufliche Höhepunkte. Die erste Staffel der HBO-Produktion »A Knight of the Seven Kingdoms« erhielt neun Emmy-Nominierungen, darunter jene in der Kategorie beste Dramaserie. Zudem feierte mit »Game of Thrones: The Mad King« ein Prequel am renommierten britischen Royal Shakespeare Company Premiere; die gesamte erste Spielzeit war laut Martin bereits ausverkauft. Auch »House of the Dragon« kehrte mit einer dritten Staffel zurück.
Die unvollendeten Romane als langjährige Belastung
Zum Stand der letzten beiden Teile der auf sieben Bücher angelegten Reihe äußerte sich Martin in dem Blogbeitrag nicht. Seit rund 15 Jahren warten Leserinnen und Leser auf die Fortsetzung, und Martin hat sich wiederholt zu den Verzögerungen erklären müssen. Im Januar hatte er im Interview mit dem US-Magazin »The Hollywood Reporter« einen pessimistischen Ausblick gegeben: »Das Schreiben selbst wird immer schwieriger. Ich überarbeite ständig. Es fällt mir schwer.«
Über das Altern hatte Martin bereits in jenem Gespräch offen gesprochen. »Ich hätte nie gedacht, dass ich 77 werde«, sagte er damals. »Ich bin alt, also habe ich ein paar Alte-Leute-Beschwerden.«
Für den deutschsprachigen Fankreis, der seit Jahren auf den sechsten Band »The Winds of Winter« wartet, ist die neue Wortmeldung ein zwiespältiges Signal: Sie zeigt einen Autor, der berufliche Erfolge erlebt, zugleich aber offen über gesundheitliche und seelische Belastungen spricht. Martin kündigte an, künftig wieder mehr Beiträge veröffentlichen zu wollen, unterstützt von seinem Team an Assistenten – wenn auch »wahrscheinlich kurz und hastig«.
Wie blicken Sie auf Martins offene Worte – und hoffen Sie noch auf den Abschluss von »Das Lied von Eis und Feuer«? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren.































