Audi will sein Kombi-Angebot in den Vereinigten Staaten möglicherweise ausbauen. Wie Filip Brabec, Senior Vice President Produktmanagement bei Audi of America, gegenüber dem Fachmedium Road & Track erklärte, prüft die Marke weitere Modelle mit langem Dach für den US-Markt – über den bereits angebotenen RS6 Avant und den angekündigten neuen A6 Allroad hinaus. Konkrete Modellnamen nannte Brabec nicht, doch in Europa hat Audi mit dem A5 Avant und dem A6 Avant e-tron mehrere Kandidaten im Programm. Ob und welche davon in die USA kommen, entscheidet sich am Ende über die Verkaufszahlen.
- Audi prüft laut einem US-Manager weitere Kombimodelle für die Vereinigten Staaten.
- Aktuell tragen der RS6 Avant und der kommende A6 Allroad das US-Kombiangebot.
- Eine Entscheidung hängt vom Absatz und einem tragfähigen Geschäftsmodell ab.
Ein US-Manager stellt klar, dass Audi mehr sein will als eine SUV-Marke
„Wir sind nicht diese Vanille-Marke, die einfach drei oder vier SUVs und ein paar Limousinen hat und es dabei belässt“, sagte Brabec laut Road & Track. „Wir wollen die Marke sein, die wirklich Grenzen verschiebt und etwas für ihre Enthusiasten hat.“ Mit dem RS6 Avant habe man das bereits geliefert. „Wir suchen weiterhin nach Gelegenheiten und danach, welche anderen Kombis in den USA Sinn ergeben könnten“, so der Manager.
Als naheliegender Kandidat gilt der A5 Avant, zumal Audi in den USA früher einen A4 Avant anbot. Ebenfalls im europäischen Programm stehen die sportlicheren Varianten S5 und RS5 Avant, die die Lücke zum RS6 Avant schließen könnten.
Warum das Thema für Kombi-Fans überhaupt Bedeutung hat
Der Kombi hatte in den USA über Jahrzehnte an Bedeutung verloren, erlebt zuletzt aber ein kleines Comeback. BMW brachte den M5 Touring über den Atlantik, Mercedes bietet den E450 All-Terrain und den E53 Hybrid an. Volvo hat sich zwar aus dem Segment zurückgezogen, soll aber einen Mittelklasse-Kombi für 2028 in Erwägung ziehen.
In einem von SUVs dominierten Markt hält Audi damit bewusst am Kombi als Angebot für Enthusiasten fest.
Für den deutschsprachigen Leser ist das insofern relevant, als der Kombi hierzulande eine feste Größe ist – Modelle wie der A5 Avant oder die RS-Varianten sind in Europa längst etabliert. Ob sie auch in den USA erscheinen, sagt vor allem etwas darüber aus, wie viel Spielraum eine global geplante Modellpalette für regionale Vorlieben lässt.
Wovon eine mögliche Entscheidung abhängt
Am Ende, so Brabec, gehe es um die Verkaufszahlen und darum, ob sich ein Geschäftsmodell rechtfertigen lasse. Interessant ist dabei sein Hinweis, dass Kombis in bestimmten Regionen der USA durchaus gefragt sind – typischerweise in Gegenden mit Outdoor-Kultur und schlechtem Wetter.
Ein ungewöhnlicher Grund kommt aus New York City: Dort werden Crossover und SUVs laut Brabec häufig mit zusätzlichen Parkgebühren belegt, Kombis dagegen nicht. Ein Kombi bietet damit ein SUV-ähnliches Platzangebot, ohne dass jeden Monat extra fürs Parken gezahlt werden muss. Ob daraus tatsächlich neue Modelle für den US-Markt werden, wird sich erst mit der Zeit zeigen.
Welches Audi-Kombimodell würden Sie sich in Ihrer Region am ehesten wünschen – den sportlichen RS5 Avant oder den elektrischen A6 Avant e-tron? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.































