Für Alexander Zverev könnte sich beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres eine seltene Gelegenheit auftun: Der Deutsche geht in New York als einer der aussichtsreichsten Titelkandidaten an den Start, nachdem der Weltranglistenerste Jannik Sinner seine Teilnahme an den US Open (30. August bis 13. September) abgesagt hat. Der Italiener kämpft weiter mit Beschwerden im rechten Knie und kann in New York nicht antreten. Zverev, der Sinner erst im Wimbledon-Finale unterlegen war, hat damit die Chance auf den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere – jenen Titel, den er trotz eines starken Endspiels verpasst hatte.
- Jannik Sinner sagt die US Open wegen anhaltender Probleme im rechten Knie ab.
- Der Weltranglistenerste hat seit seinem Wimbledon-Sieg kein Match mehr bestritten.
Zverev rückt ins Zentrum der Titelfavoriten
Für den deutschen Tennisprofi bedeutet die Absage Sinners, dass sein stärkster jüngster Bezwinger im Turnierbaum fehlt. Zverev hatte im Wimbledon-Finale gegen Sinner den ganz großen Wurf knapp verpasst. In New York zählt er nun zu den Spielern, die vom Ausfall der Nummer eins am unmittelbarsten profitieren könnten – ein zweiter Major-Titel würde seine Karriere in eine neue Dimension heben.
Sinner spricht von einer schwierigen Entscheidung
Sinner selbst machte seine Absage über Instagram öffentlich. »Obwohl ich mit meinem Team und meinem medizinischen Personal hart gearbeitet habe, mussten wir jetzt die schwierige Entscheidung treffen, dass ich dieses Jahr nicht bei den US Open antreten kann«, teilte der 25-Jährige mit. Man habe zuletzt wieder auf dem Platz in Monte-Carlo gestanden und erkannt, dass er mehr Zeit zur Erholung benötige. »Ich bin natürlich sehr traurig und enttäuscht, da New York einen besonderen Platz in meinem Herzen hat«, so der Südtiroler, der die US Open 2024 gewann.
Seit seinem Wimbledon-Triumph hat Sinner kein einziges Match mehr absolviert – bereits die Generalprobe in Cincinnati hatte er ausgelassen.
Die Saison des Italieners war zuvor von einer außergewöhnlichen Serie geprägt. Vor seinem Wimbledon-Erfolg über Zverev gewann Sinner die Masters-Turniere in Indian Wells, Miami, Monte-Carlo, Madrid und Rom und triumphierte damit als erster Spieler überhaupt bei fünf 1000er-Events in Folge. In New York hatte er auf seinen sechsten Major-Titel gehofft.
Alcaraz kehrt zurück, Sinner fehlt
Während Sinner passen muss, gibt sein größter Konkurrent Carlos Alcaraz sein lang erwartetes Comeback. Der Weltranglistenzweite aus Spanien hatte wegen einer Handgelenksverletzung seit April kein Match mehr bestritten und unter anderem die French Open, Wimbledon sowie die Generalprobe in Cincinnati ausgelassen. Am Donnerstag bestätigte der 23-Jährige dann seine Teilnahme in New York, wo er als Titelverteidiger antritt. »Ich bin zurück«, sagte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger in einem kurzen Video in den sozialen Netzwerken.
Die US Open bilden den vierten und letzten der vier Grand-Slam-Wettbewerbe eines Jahres und gelten als eines der prestigeträchtigsten Turniere im Tennissport. Dass mit Sinner der aktuell dominierende Spieler fehlt, verschiebt die Kräfteverhältnisse spürbar – für die Verfolger an der Spitze, allen voran Zverev und den zurückkehrenden Alcaraz, öffnet sich ein Turnier mit ungewohnt offenem Ausgang.
Traut ihr Alexander Zverev in New York den ganz großen Coup zu – oder wird der zurückgekehrte Titelverteidiger Alcaraz zum Maß aller Dinge? Schreibt uns eure Einschätzung.































