Die neue Jugenddramaserie „Sterling Point“ setzt auf echte Schauplätze statt auf Ersatzkulissen: Gedreht wurde die achtteilige Produktion in der malerischen Seenregion Muskoka im kanadischen Bundesstaat Ontario – genau dort, wo auch die Handlung angesiedelt ist. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Annie (gespielt von Ella Rubin) und Connor (Keen Ruffalo), die nach einer Kindheit in New York City eine abgelegene Insel im Muskoka-Gebiet erben. Auf der Suche nach Antworten über ihre verstorbene Mutter und einen ihr unbekannten Großvater reist Annie in den Norden und erlebt einen kanadischen Sommer. Die Serie ist ab sofort bei Prime Video abrufbar.
- „Sterling Point“ wurde zwischen Juni und Oktober rund um den Lake Muskoka in Ontario gedreht.
- Die Serie thematisiert soziale Gegensätze und die Gentrifizierung der Region.
- Alle acht Episoden sind bei Prime Video verfügbar.
Eine reale Region als Herzstück der Handlung
Anders als bei vielen Produktionen, die aus logistischen oder finanziellen Gründen einen Drehort durch einen anderen ersetzen, bleibt „Sterling Point“ seinem Schauplatz treu. Die Dreharbeiten fanden zwischen Juni und Oktober rund um den Lake Muskoka statt. „Wir hatten mit dieser Serie die Gelegenheit, Muskoka wirklich als Muskoka zu zeigen – und das, was in dieser Gegend tatsächlich passiert“, sagt Schöpferin, Regisseurin und Co-Showrunnerin Megan Park.
Für ein deutschsprachiges Publikum, dem die Region wenig geläufig sein dürfte, liefert die Serie damit auch ein Porträt eines Landstrichs, der für seine ausgedehnte Seenlandschaft bekannt ist. Der Kontrast zwischen Annies Herkunftsstadt New York und der weiten Natur Kanadas ist laut Produktion von Beginn an bewusst angelegt.
Warum die Serie mehr sein will als Sommerkulisse
Executive Producer Dani Gorin betont, dass es „von Anfang an ganz spezifisch um Muskoka“ gegangen sei. „Man hat den Gegensatz zu New York, woher Annie kommt, und diese wilde, wunderschöne Naturwelt – diese beiden Umgebungen sollten immer im starken Kontrast zueinander stehen.“ Park habe sich zudem für die Klassengegensätze und die zunehmende Gentrifizierung der Region interessiert.
Laut den Produktionsnotizen greift die Serie eine vielschichtige Geschichte auf: die Enteignung indigenen Landes, langjährige Ferienhausbesitzer mit generationenübergreifenden Wurzeln in der Region sowie neuere Zuzügler, die größere Grundstücke erwerben und millionenschwere Anwesen errichten.
„Es ging darum, den Ort ehrlich abzubilden“, so Gorin über die Zusammenarbeit mit Kamerafrau Kristen Correll, die wisse, wie man auf dem Wasser dreht.
Diese Drehorte können Zuschauer wiedererkennen
Während vor allem die Natur die Hauptrolle spielt, tauchen im Verlauf der acht Folgen einige konkrete Schauplätze auf, die Einheimische und Besucher wiedererkennen dürften. Dazu zählt Mortimer’s Marina am Lake Muskoka, ein ruhig gelegener Anlegeplatz, der Bootsdienste, Winterlagerung und ein Café mit Smoothies, Kaffee und Eis bietet.
Ebenfalls zu sehen ist das Sparrow Lake Camp, das seit 1912 als Sommerlager betrieben wird und bis heute ein beliebtes Ziel für Ferienkinder ist. Die Geschichte des Ortes reicht jedoch weiter zurück: Indigene Kanadier siedelten dort vor Jahrhunderten, bevor die Familie Massey das Gebiet als Feriendomizil nutzte.
Teil einer Welle von Jugenddramen
„Sterling Point“ reiht sich in eine Reihe aktuell erfolgreicher Jugenddramen ein. Zuvor sorgten bereits „Heated Rivalry“ um eine queere Liebesgeschichte sowie „Off Campus“, basierend auf Elle Kennedys Bestseller „The Deal“, für Aufmerksamkeit. Disney kündigte zudem „The Shards“ an, das eine Gruppe Jugendlicher vor der Kulisse von Los Angeles in den 1980er-Jahren begleitet. Für Fans des Genres bietet die neue Serie damit nicht nur eine weitere Coming-of-Age-Geschichte, sondern auch eine ungewöhnlich authentische Naturkulisse.
Reizt Sie die Muskoka-Kulisse zum Reinschauen – oder sind Ihnen die vielen neuen Teenie-Dramen inzwischen zu viel? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.































